Julizauber
Wann immer ich zur Julizeit
spätabends durch die Straßen schreite
schaue ich zum Himmel auf.
Da schimmert es wie zarte Seide
als seh‘ ich durch ein Wasserglas.
Federnwölkchen, leicht und fluffig
ein Lampenschirm, ein Himmelsbett
dahinter eine matte Scheibe
die nach ihrer langen Reise
sich zufrieden jetzt zur Ruhe legt.
So als hätte Malermeisters Hand
seine Leinwand oben aufgespannt!
In einem Licht, so mild und weich,
wie nur ein Juli seinen Charme
am abendlichen Himmel zeigt.
Durch einen Traum aus Milch und Schaum
tu‘ ich in weite Fernen schaun‘.