Der Himmel liegt schwer auf der Zeit,
im violetten Schweigen verborgen.
Ein Flüstern zieht durch das weite Feld,
als wüsste der Wind mehr als Morgen.
Die Gräser neigen sich ohne Grund,
als lauschten sie fernen Dimmen.
Ein Schatten wandert ohne Gestalt,
beginnt und vergeht im Verschwimmen.
Die Welt hält den Atem verborgen an,
ein Vogel wagt noch zu singen.
Nur ein Lied, das leise zerfällt,
scheint zwischen den Farben zu klingen.
Dort, wo die Ferne die Erde berührt,
wo das Sehen ins Ahnen sinkt,
liegt etwas, das niemand je fand,
doch in jedem Gedanken erklingt.
Kein Pfad führt hin, kein Schritt kehrt zurück,
kein Auge hat es je gesehen —
und doch trägt der stille Horizont ein Geheimnis:
ein Fluss, der im Verborgenen fließt — doch wohin …
Bild: Autorin, Acryl auf Papier