Pfingsten ist ein Fest, das
mich nicht kalt sein lässt.
Manche freuen sich nur auf „frei“,
denken sich nicht viel dabei.
Doch ich find: der Heilige Geist,
der uns dann Besuch erweist,
bringt Gaben mit sich, die uns taugen,
wir können sie nicht aus den Fingern saugen.
Er bringt uns Verständnis und Verstehen.
Nicht nur, dass uns neue Lichter aufgehen,
auch nicht nur neue Inspiration,
nein: bessere Kommunikation.
Denn damals in der Jüngergeschichte
sprach Petrus plötzlich, so wird berichtet,
in der Sprache mehrerer Nationen,
auch solcher, die wirklich weit weg wohnen.
Und das, obwohl die Apostel mutlos waren,
denn Jesus war grad in den Himmel gefahren,
sie waren allein und wussten nicht weiter,
Verzagen und Angst waren stete Begleiter.
Die Geistkraft Gottes brachte ihnen Mut
zum Handeln, der auf Fels beruht;
sie wuchsen über sich hinaus
und brachten Erfahrung in die Welt hinaus.
Indem sie gemeinsam nach außen gingen
konnten sie eine frohe Botschaft bringen.
Eine frohe Botschaft wäre heute auch wichtig,
denn es scheint, als sei das Frohe nicht richtig.
So bringt der Pfingstgeist den Übergang
von Wissen zu Verstehen – ganz ohne Zwang.
Von Angst zu Handlungsfähigkeit
plus die entsprechende Zähigkeit.
Vor allem macht der Pfingstgeist klar:
Wer wirklich ankommen will, spricht wahr
und hebt das Verbindende hervor;
genaus das, bleibt allen lange im Ohr.
Apostel heute würden wohl rappen.
Das würde ihre Botschaft noch einmal aufpeppen.
Neue Ideen plus Wahrheit plus Nähe:
Wär doch gut, wenn das an Pfingsten geschähe.
12.5.26 (c) Margit Thürauf