Die Wetter-App spricht voller Mut:
„Um drei wird’s sonnig – ziemlich gut!“
Um drei jedoch, welch Ironie,
erscheint ein Sturm.
Sie schweigt. Wie nie.
Dann keucht sie mit heißem Display:
„Vielleicht … na ja … doch eher Schnee?
Oder Gewitter. Oder Wind.
Ich prüf das kurz. Moment … geschwind.“
Sie kommt ins Schwitzen, Pixel rot,
als hätte sie Erklärungsnot.
Der Algorithmus ringt nach Sinn,
verheddert sich mittendrin.
Der Himmel lächelt ungerührt
und malt, wohin der Wind ihn führt.
Denn keine Formel dieser Welt
hat je den Himmel abgezählt.
Wir Menschen lieben Prognosen sehr,
sie machen das Ungewisse fair.
Doch Zukunft trägt, so zeigt sich’s schlicht,
gern einen Mantel aus „Vielleicht“ und „Nicht“.
Die Wetter-App, sie meint es gut,
doch oft fehlt ihr der Wahrheitsmut.
Sie stammelt Zahlen, Karten, Pfeile –
der Regen lacht sich ins Fäustchen derweil.
Vielleicht ist Weisheit gar nicht mehr,
als einzusehen: Man irrt sich sehr.
Und wer das Wetter sicher kennt,
hat meistens nur den Wind verpennt.
Drum schau auch mal zum Himmel auf,
bevor du jeder App vertraust.
Denn zwischen Wolke, Wind und Licht
liegt Wahrheit oft – im App-Bericht ganz sicher nicht.
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